Steve Jobs ist tot

06
Okt
2011
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Mr. Apple hat leider seinen langen Kampf gegen den Krebs verloren. Er wurde nur 56 Jahre alt.
Wir haben einen faszinierenden Menschen verloren, einen Genie und Visionär. Rest in Peace!

 

Ich habe hier einige Aussagen zu seinem Tod zusammengesammelt:

US-Präsident Barack Obama würdigte Jobs als einen der größten amerikanischen Erfinder. Mit dem Aufbau eines der erfolgreichsten Unternehmen des Planeten aus einer Garage heraus habe er beispielhaft den Geist der amerikanischen Erfindungsgabe gezeigt. Jobs habe die Art, wie jeder von uns die Welt sehe, verändert.

Sony-Chef Howard Stringer würdigte Jobs als Führungsgestalt des Digitalzeitalters. Seine Innovationen und seine Kreativität würden noch für Generationen Träumer und Denker inspirieren, sagte Stringer.

Der Chef des Internetgiganten Google, Eric Schmidt, früher selbst in führender Position bei Apple, sprach von einem sehr traurigen Tag „für uns alle“. „Steve war so charismatisch brillant, dass er Menschen inspirierte, das Unmögliche zu tun.“ Er werde als der größte Computererfinder der Geschichte in Erinnerung bleiben.

Der frühere Microsoft-Chef Bill Gates erklärte, auf der Welt gebe es selten jemanden, der einen so tiefgreifenden Einfluss wie Steve gehabt habe. Die Auswirkungen würden für viele künftige Generationen spürbar sein. „Ich werde Steve enorm vermissen“, schrieb Gates.

Die Chefin von Hewlett-Packard, Meg Whitman, würdigte Steve Jobs als Unternehmer und Geschäftsmann mit Kultsymbolcharakter, dessen Einfluss auf die Technologie über das Silicon Valley hinaus zu spüren war. Er werde mit Innovationen, die er auf den Markt gebracht und Inspiration, die er der Welt gebracht habe, in Erinnerung bleiben.

Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg sagte, Amerika habe ein Genie verloren, an das man sich erinnere wie an Edison und Einstein und dessen Ideen die Welt für Generationen prägten.

Quelle: Bild.de

 

Focus.de hat ein Kondolenzbuch für Steve Jobs eingerichtet und fordern mit folgenden Worte auf eine Nachricht zu hinterlassen: “Steve Jobs verhalf Geräten wie PC, mp3-Spieler, Smartphone und Tablet-Computer zum Durchbruch. Jetzt ist der Apple-Mitbegründer im Alter von nur 56 Jahren gestorben. Was hat Jobs für Sie bedeutet?”
Hier geht es zum Kondolenzbuch von Focus.de

 

Hier noch die Geschichte von Steve Jobs und wie er Apple zu der Firma gemacht hat, welche Sie jetzt ist:

Zusammen mit Stephen Wozniak gründete Steve Jobs die Computerfirma Apple, nachdem beide zunächst im halblegalen Geschäft mit so genannten Blue Boxes reüssieren wollten. Während Wozniak für die Hardware zuständig war, organisierte Steve Jobs den ganzen Rest. Mit dem Apple 1 und vor allem dem Apple II trugen sie bereits mit dazu bei, dass Computer für jeden erschwinglich wurden und die PC-Ära begann.

Mit dem Mac läutete Apple unter Jobs die nächste IT-Revolution ein: Was den Macintosh auszeichnete, war nicht die Hardware, sondern die Software. Der Rechner war der erste grafische Desktop, der sich in größeren Stückzahlen verkaufte. Das Werbevideo für den Mac (“Apple Computer will introduce the Macintosh. And you’ll see why 1984 won’t be like ’1984′.”) formulierte den Anspruch, das Computer keine Herrschaftstechnologie sind.

Andy Hertzfeld, der maßgeblich an der Entwicklung des ersten Apple Macintosh beteiligt war und aktuell an Google+ arbeitet, erzählte eine Anekdote, um die Rolle von Steve Jobs bei Apple deutlich zu machen. Bei der Entwicklung des Macs war Jobs besessen davon, den besten Computer der Welt zu bauen. Und dazu gehörte seiner Meinung nach auch, dass der Rechner möglichst schnell booten sollte. Der 68000-Mikroprozessor war zehnmal schneller als der Chip des Apple II. Doch wegen der schmalen RAM-Ausstattung war der Mac immer wieder darauf angewiesen, Daten von der Floppy Disk zu laden. Und das dauerte. Um den Entwickler Larry Kenyon anzuspornen, einen schnelleren Boot-Loader zu programmieren, wählte Steve Jobs nach der Erzählung von Andy Hertzfeld folgenden Vergleich: Er solle sich vorstellen, dass in fünf Jahren fünf Millionen Macs im Betrieb wären, die mindestens einmal am Tag gestartet werden. Wenn es gelänge, den Boot-Vorgang um zehn Sekunden zu verkürzen, summiere sich das auf 50 Millionen Sekunden am Tag. Er könne die Zeit von Dutzenden Menschenleben retten, wenn der Mac nur schneller hochfahre. Angetrieben von Jobs sei es Kenyon dann gelungen, den Bootvorgang um mehr als zehn Sekunden zu verkürzen.

Es gibt Leute, die diese Motivationsmethode von Steve Jobs als das Auslegen eines Reality Distortion Fields kritisieren, einer Stimmung, die davon überzeugt, dass der nächste Computer, die neue Software oder die Ersteigung eines 8000ers im Himalaya so einfach ist wie der Biss in einen Apfel. Schließlich war es Steve Jobs, der das erste Logo von Apple nach einem Kupferstich entwickelte, der Isaac Newton unter einem Apfelbaum zeigt. Andy Hertzfeld jedenfalls sprach vom Charisma des Steve Jobs. “Er war das Herz und die Seele und der Motor.”

Im Jahre 1985 verließ Jobs Apple, nachdem er mit dem von ihm selbst eingebrachten Geschäftsführer John Sculley eine Auseinandersetzung um den “Knowledge Communicator” der Zukunft hatte – und verlor. Bei Apple entstand der Newton, der einzige Rechner, der der “Schwerkraft widersteht” (Sculley). Bei Jobs’ nächster Firma wurde der NeXT gebaut, die schwerste Unix-Workstation ihrer Zeit. Beide Rechnerlinien scheiterten, wobei der NeXT und sein Betriebssystem NeXTStep nicht nur als Geburtshelfer des WWW und als Grundsein unter anderem für Mac OS X heute als Sieger dastehen.

Im Jahre 1996 kaufte Apple die Jobs-Firma NeXT für 402 Millionen US-Dollar auf und installierte wenig später Jobs als neuen Chef. Zu seinen Verdiensten als neuer/alter Firmenchef gehört die Unifizierung der Firma, die, ausgehend von NeXTStep, das Betriebssystem Mac OS X entwickelte und die ehemaligen Newton-Entwickler bei der Firma Pixo dazu animierte, die Software für den iPod zu entwickeln. Ohne ein zünftiges Reality Distortion Field hätte es keines der disparaten Teile geschafft, erfolgreiche Produkte auf den Markt zu bringen.

Mit iPod, iTunes, iTunes Music Store und schließlich dem bahnbrechnenden iPhone, das Smartphones und damit das mobile Internet für jeden zugänglich machten, revolutionierte Apple unter Steve Jobs nicht nur die Computer-Branche. Mit dem iPhone und vor allem dem iPad, dem ersten für jeden einsetzbaren Tablet-Computer, läutete Jobs das Ende der PC-Ära ein, die er mit Apples ersten Rechnern selbst mitbegründet hatte.

Quelle: Heise.de

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